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Keilrahmen und Ölbilder, die zum Trocknen aufgestellt sind

Farbe & Substanz

Kunst bedeutet für mich weniger eine intellektuelle Auseinandersetzung, sondern ein Verständnis, das über kognitives Erfassen hinaus geht.

Gegenständliche Malerei hat für mich einen großen Reiz, weil es der Frage nachgeht, wie die Welt verstanden wird.

Zu oft wird davon ausgegangen, dass es eine Welt gibt, die objektiv existiert; und dass die Dinge darin im großen und ganzen definiert sind. Das macht die Kommunikation einfacher; geht aber zu Lasten derer, die an den offiziellen Definitionen nicht mitgeschrieben haben. Sich selbst in Bezug zur Welt zu setzen bedeutet die Definitionen neu zu schreiben. Ich verstehe das emanzipativ. Selbstbezug ist wahr und lässt sich von außen nicht korrumpieren. Es verhindert Manipulation durch Autoritäten.

Kunst bedeutet, diese Wirklichkeit darzulegen. Eines bestimmten Blickwinkels. Einer Idee. Einer Erkenntnis.

Es ist nicht immer gleich. Es bedeutet eine andere Welt, die fremder, andersartiger, substantieller ist als alles ausgedachte.

Die Ölbilder entstehen in Schichten. Ich benutze eigene fotografische Vorlagen zu einem Thema, das mich beschäftigt. Ich schätze auch handwerkliche Fähigkeiten sehr. Eine ganze Zeitlang war ich interessiert an klassischen Malerei- und Zeichentechniken. Mit diesen Techniken stellt sich immer wieder die Frage nach Wahrnehmungsprozessen. Nach einem Sehen, das definitionslos ist und daher Raum schafft für andere Zuschreibungen. Farbe ist ein wichtiges Element, ein Spiel mit Tonwerten, Helligkeiten und Tranzparenzen.

*1971, male, zeichne, und lebe in Berlin.

 

Für alles, was nicht Kunst ist, schreibe ich den Blog www.faennj.de.